Fritten - ein immaterielles Kulturerbe Belgiens

22.1.2019
 
Am Dienstag, den 22.1.2019, stand ein gastronomisches Thema auf unserem Programm.  Unser Clubmitglied, Myriam Woischnik, sprach  über belgische Fritten.

Zur Einleitung gab sie einen kurzen geschichtlichen Rückblick, bei dem wir u.a. erfuhren dass die Maas um 1750 zugefroren war, so dass die Bevölkerung keine Fische fangen konnte. Dann hat ein findiger Koch aus Kartoffeln fischähnliche Stäbchen zubereitet. Daraus sind dann die heutigen Fritten, das Nationalgericht der Belgier, entstanden.

So werden die originalen belgischen Fritten aus bestimmten Kartoffelsorten und mit ausgewählten Fetten zubereitet und erfreuen sich in der Bevölkerung allseits  großer Beliebtheit. Anschaulich erläuterte uns Myriam die Herstellung dieser Fritten, wobei als Zugabe neben Mayonnaise bis zu 50 andere Soßen verwendet werden. Myriam erklärte ferner, warum die Amerikaner und Engländer zu den Fritten "French fries" sagen. Im I. Weltkrieg dachten die alliierten  Truppen, dass sie in Frankreich seien, denn in der Wallonie spricht man bekanntlich französisch.

Übrigens entstanden die erste so genannten "Frittenbuden" bereits Mitte des 19. Jahrhunderts; im heutigen Belgien existieren ca. 5000 dieser Einrichtungen. So ist es nicht verwunderlich, dass Belgien der größte Fritten-Produzent der Welt ist.

Myriams interessante Ausführungen fanden bei den über 30  Zuhörern  großes Interesse und führten anschließend zu einer lebhafte Diskussion. Zum Abschluss dankten alle Myriam mit herzlichem Beifall für ihren originellen Vortrag. 

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